5 Dinge, die du für die Umwelt tun kannst: Feiern

Klimaschutz ist nicht nur eine Sache der Konferenz und der PolitikerInnen – Klimaschutz kann jeder von uns. Und das in allen Lebenslagen.
Von uns gibt es wöchentlich Tipps, wie ihr euren Teil zu einer besseren Zukunft beitragen könnt. Episode 1: Feiern.

  1. Benutz mich nochmal, Baby #forevertogether

Einweg-Plastikgeschirr ist natürlich ein No-Go, da die Produktion sehr viele Rohstoffe und viel Energie verbraucht und oft weite Transportwege verursacht. Außerdem liegt Kunststoff Jahrhunderte lang auf Müllhalden, bevor es sich zersetzt oder es wird umweltschädlich verbrannt. Gläser sind erheblich besser, sind auf wilden Partys jedoch oft unpraktisch, da sie leicht zerbrechen. Ein guter Kompromiss sind Mehrweg-Plastikbecher, sie sind wiederverwendbar und erlauben Partyvergnügen ohne Bruchgefahr. Ein Pluspunkt: wenn Namensschilder auf den Bechern kleben, blamiert sich niemand, weil er vergessen hat wie sein Gegenüber heißt. Dasselbe gilt für Flaschen, die oft halbvoll abgestellt und vergessen werden, deshalb: #trinktauspiraten, yoho!

 

  1. Nicht nur Liebe geht durch den Magen #regionalundsexy

Regional und saisonal sind das neue exotisch und sexy. Je weniger verarbeitet, desto umweltfreundlicher. Deshalb empfehlen wir, Snacks selber zu machen- am besten vegetarisch. Denn der Verzicht auf Fleisch oder ein klein gehaltenes Fleischangebot verbessern deine ökologische Bilanz enorm. (Ökologische Bilanz sind die Auswirkungen eines Produktes auf die Umwelt in Zahlen um sie vergleichbar zu machen: Mehr dazu hier)

Unsere Empfehlung ist Fingerfood. Das spart Abspülwasser und Nerven. Am lustigsten ist es, wenn alle etwas mitbringen. Ansonsten: Viele Gastwirte und Caterer bieten Bio-Produkte an.   Außerdem ist es wichtig zu bedenken, dass du nicht alles, was vielleicht auf den ersten Blick so wirkt, einfach wegwerfen musst: Oft lassen sich Lebensmittel, auch wenn sie nicht mehr ganz so frisch sind, noch super verwerten: Karotten mit etwas schrumpeliger Schale kannst du einfach schälen und Äpfel, die schon ein bisschen weicher sind, schmecken gekocht absolut perfekt.

Allgemein gilt: Achte auf biologische, saisonale und lokal produzierte Lebensmittel, damit die Speisen nicht um die halbe Welt zu deinem Fest gelangen. Der Kauf von fair gehandeltem Kaffee und Tee oder ökologisch angebautem Wein ist mittlerweile überall möglich.

 

  1. Nicht der Weg, die Party ist das Ziel #wasfür1life #mitdenöffiszurparty

Ein anderer guter Tipp ist es, an einem zentralen Ort feiern, damit die Gäste nicht viel Anfahrtszeit haben oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut hinkommen können. Außerdem könntest du Fahrgemeinschaften anbieten, wenn die Party an einem abgelegenen Ort stattfinden soll. Wenn du im Sommer feierst könntest du auch deine Freunde motivieren auf dem Fahrrad zu kommen – das schont die Umwelt und macht Spaß.

 

  1. Deko: Alt ist das neue Neu #trumpkin

Du willst ausgefallene Deko, aber die Umwelt liegt dir am Herzen? Dann bist du hier goldrichtig, denn für viele Verschönerungen gibt es umweltfreundliche Alternativen.

Statt Platzkarten können Namen nämlich auch auf Steine, Blätter oder andere Gegenstände aus der Natur geschrieben werden. Für die Tischdeko empfehlen wir echte Blumen, Blätter und Gräser.

Statt Wegwerfdeko wie Girlanden oder ähnliches, kannst du vieles einfach selber basteln: Zum Beispiel aus Zeitungspapier. Das liegt gerade voll im Trend und zusammen mit ein par schönen Stoffen oder anderen Gegenständen aus Deiner Wohnung wie Lampenschirmen, Kissen oder Teppichen ist die ausgefallene und gemütliche Atmosphäre perfekt! Konfetti gibt es aus biologisch abbaubaren Seiden-und Reispapier, und wenn´s richtig bunt werden soll: Mach dich bunt stellt Holi-Farben aus Reismehl und Lebensmittelfarben her.

Oder du bastelst mit deinen Freunden einen Kürbis – zum Beispiel einen Trumpkin – und kochst gleich Kürbisssuppe. Win für dich, win für die Umwelt. Und deine Freunde so: „Was is das für 1 Kürbis?“

 

  1. Erweitere deinen Partyhorizont #allyouneedislagerfeuer

Probier doch mal was Neues aus: Wie wärs mit einer Stromlos-Party? Schnapp dir deine musikalischen Freunde und Freundinnen oder jene, die es gerne werden wollen und starte eine Accoustic-Session. Mit Gitarre und Lagerfeuer oder Kerzen ist die Stimmung draußen perfekt. Dass es langsam kälter wird, ist auch kein Problem: ein Grund mehr, um zu kuscheln. #esgehörtmehrgeschmust

Schön und knackig bleiben beim Party machen, das ist in Berlin schon möglich. 2010 wurde dort eine Fahraddisko organisiert, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Pedale treten mussten, um das DJ-Pult mit Strom zu versorgen. Vielleicht bist ja du die Person, die die erste Fahraddisko in Österreich schmeißt. Inspirieren lassen kannst du dich hier: Bei der Fahrraddisco müssen die Gäste körperlichen Einsatz zeigen fürs Vergnügen (Berliner Zeitung)

Good night everyone 🔥😴

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