Bewirtschaftete Almen schwächen negative Konsequenzen des Klimawandels ab

Werden Almen aufgelassen, kann dies zu einer Verbuschung und weiterführend ein Wald entstehen. Wälder speichern Wasser und verstärken die direkte Auswirkung des Klimawandels, dass ein Tal trockener und wärmer wird. Die weitere Bewirtschaftung und freihaltung von Almflächen kann eine Maßnahme gegen diese Konsequenz sein.

Zwei Wissenschaftler aus Innsbruck haben im Zuge einer dreijährigen Untersuchung herausgefunden, dass eine Problematik bezüglich Trockenphasen und Wasserverfügbarkeit in Verbindung mit Wäldern und Almen besteht. Der Klimawandel führt bekanntlicherweise dazu, dass die Temperaturen ansteigen und Täler dadurch trockener und wärmer werden. Werden Almflächen aufgelassen erobert der Wald diesen Raum zurück und dies führt unweigerlich dazu, dass Wasser stärker gebunden wird und dadurch noch mehr während Trockenperioden fehlt. Die weiterführende Bewirtschaftung der Almen kann somit die Wasserversorgung zu optimieren. Die beiden Wissenschaftler glauben daran, dass es möglich ist für die Gebirgsregionen eine Art Konzept zu erstellen um einen Mittelweg zwischen diesen beiden Kulturlandschaften zu finden.

Dieses Projekt klingt sehr banal, da man meint, man könne die Kulturräume nicht so genau planen und gestalten um ein optimales klimatisches Verhältnis für diese Regionen zu erreichen. Doch diese Forschung soll konkrete Handlungsspielräume aufzeigen und dazu ermutigen, und auf gewisse Art und Weise auch aufzeigen, wie wichtig die landwirtschaftliche bewirtschaftung von Almen sein kann. Es wird nicht nur ein Landschaftstyp erhalten, sondern auch klimatische Verhältnisse.

Link zum Artikel: http://www.bauernzeitung.at/bewirtschaftete-almen-koennten-negative-klimafaktoren-abmildern/