How to: save Water I Wie du Wasser sparen kannst

Anlässlich des heutigen Welttag des Wassers wollten wir ein paar einfache Tipps zusammenstellen, wie ihr Wasser sparen könnt. Mit ein simplen Veränderungen in der täglichen Routine, wie Wasserhahn abdrehen beim Händewaschen oder Zähneputzen, nicht unter laufendem Wasser Geschirrspülen oder Waschmaschine und Geschirrspüler erst einschalten wenn die Maschine wirklich voll ist, könnt ihr vieles bewirken. Doch habt ihr schon mal von virtuellem Wasser gehört?

Die Erde besteht zu ⅔ aus Wasser. Jedoch steht uns Menschen, den Tieren und Pflanzen dieses Globuses nur 0,4% davon zur Benützung zur Verfügung. Der Rest der Wassermengen ist entweder gefroren oder Salzwasser der Meere und Ozeane. Durch die Verwendung von Wasser für die Herstellung von Gütern ergibt sich ein Wasserfußabdruck. Dieser Fußabdruck ist ein Indikator für den indirekten und direkten Wasserverbrauch eines Produkts. Der indirekte Wasserverbrauch wird auch virtuelles Wasser genannt. Er setzt sich aus grünem, blauem und grauem Wasser zusammen.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Anna pflanzt in ihrem Garten Tomaten an. Während des Sommers regnet es nur wenig. Anhand der Größe des Tomatenbeets und der Erntemenge, kann man die von der Pflanze für 1 Kilo Tomaten benötige Regenmenge und Menge an Gießwasser berechnen. Grünes Wasser ist Regenwasser, welches im Boden gespeichert und von den Pflanzen im Laufe ihres Wachstums aufgenommen wird. Das Gießwasser hingegen ist blaues Wasser. Dieses Wasser ist alles Wasser was für die Produktion aus Fließgewässern, Seen sowie Grundwasser entnommen wird und zur Herstellung genutzt wird. In diesem Beispiel wird es zur Bewässerung der Pflanze verwendet. Anna setzt einmal Spritzmittel ein und düngt ein wenig. Dadurch wird das Wasser verschmutzt, was man auch graues Wasser nennt. Insgesamt benötigt man für ein Kilo Tomaten 34 Liter Wasser (grün: 22 L, blau: 5 L, grau: 8 L)

Ein Gemüse wie die Tomate hat im Vergleich zu einem tierischen Produkt einen sehr geringen Wasserverbrauch. Durch das Wasser für die Futtermittelproduktion, das Trinkwasser für die Tiere selbst und das benötigte Wasser in der eigentlichen Produktion steigert sich der Gesamtwasserverbrauch. Dadurch ist es zu empfehlen statt einem Rindfleischburger die vegetarische Alternative zu wählen und nicht nur Wasser sondern auch Landverbrauch und Emissionen zu sparen.

Man sieht, dass jede Kaufentscheidung nicht nur bei Lebensmittel, sondern auch bei allen anderen Konsumgütern wie Kleidung, eine bedeutende Rolle spielen. Durch den bewussten Kauf von wassersparenden  Gütern kann man genauso einen Teil zum Wassersparen beitragen wie mit Wassersparen im Haushalt.
Deinen eigenen Wasserverbrauch kannst du unter https://waterfootprint.org/en/resources/interactive-tools/personal-water-footprint-calculator/ berechnen!

Wie viel Wasser ist in deinem  Burger?

83 Liter für 2 Burger Brötchen

4 Liter für 2 Scheiben Tomate

0,7 Liter für 1 Blatt Kopfsalat

515 Liter für eine Scheibe Käse

2500 Liter für ein Rindfleisch-Patty

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3102,7 Liter Wasser für einen Burger

Tipps für den Haushalt:

  • Waschmaschine und Geschirrspüler erst in Betrieb nehmen, wenn die Geräte voll sind.
  • Bei Neukauf auf wasser- und energiesparende ECO Modelle setzten.
  • Duschen statt Baden
  • Beim Händewaschen, Zähneputzen und Einseifen das Wasser abdrehen.
  • Dichtungen der Wasserhähne kontrollieren und eventuell austauschen
  • Strahlregler verwenden in Duschkopf und Wasserhahn

Datenquelle der Graphik: UN Environment
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