Klima-ABC

Klimarelevante Begriffe von A bis Z kurz erklärt…

Antropogen
Antropogen ist ein Fachbegriff für das durch den Menschen Entstandene, Verursachte, Hergestellte oder Beeinflusste. So sind beispielsweise Kunststoffe anthropogen, da sie nur vom Menschen hergestellt werden. Die Bezeichnung anthropogen wird häufig für Eingriffe des Menschen in die Umwelt und für vom Menschen verursachte Umweltprobleme verwendet.

Atmosphäre
Die Atmosphäre der Erde, auch Erdatmosphäre ist die gas­förmige Hülle der Erdoberfläche. Sie ist eine Erdsphäre und hat einen hohen Anteil an Stickstoff und Sauerstoff.

Bodenerosion
Abtrag von Bodenmaterial durch oberflächlich abfließendes Wasser (Wassererosion, vor allem linearer Bodenabtrag), Wind (Winderosion, Deflation, flächenhafter Bodenabtrag), Schneeschmelze (Schneeschmelz-Erosion) und gravitative Bodenverlagerung (Rutschungen, Massenfließen, Bearbeitungserosion z.B. durch Pflügen)

Bodenverdichtung
Von Bodenverdichtung wird gesprochen, wenn es durch Aufbringen hoher Last zu einer Verformung und somit zu einer Veränderung des Drei-Phasen-Systems Boden kommt. Das kann vorkommen, wenn der Boden von sehr schweren Geräten auf befahren werden (Traktor, Harvester,…).

Biosphäre
Gesamtheit der mit Lebewesen besiedelten Schichten der Erde

Biodiversität/ biologische Vielfalt
Gesamtheit aller lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstige Ökosysteme.

Biomasse
Alle Pflanzen und Tiere und die von ihnen produzierten Stoffe
alle organische Stoffe biogener, nicht fossiler Art und umfasst in der Natur lebende und wachsende Materie und daraus resultierende Abfallstoffe, sowohl von der lebenden als auch schon abgestorbener organischer Masse.

Carbon Footprint
Emissionen an CO2 und anderen Treibhausgasen bezogen auf ein einzelnes Produkt.

CO2-Äquivalente
CO2-Äquivalente (CO2-e) sind eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase. Neben dem wichtigsten von Menschen verursachten Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) gibt es weitere Treibhausgase wie beispielsweise Methan (CH4) oder Lachgas (N2O).

COP
C
onference of the Parties, zu deutsch: Vertragsstaatenkonferenz ist im Völkerrecht das höchste Gremium einer internationalen Konvention bzw. eines Übereinkommen. Finden meist jährlich oder zweijährlich statt.
COP23 – UN Climate change conference BONN 2017

COY
Conference of Youth, Die COY ist ein unabhängiges Event zum Austausch und Vernetzen von jungen Menschen und zur Vorbereitung auf die COP.
COY13 in Bonn

Dekarbonisierung
Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung bezeichnet die Umstellung der Wirtschaftsweise, speziell der Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff. Dabei werden Handlungen und Prozesse, durch die Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt wird, durch solche Prozesse abgelöst, bei denen diese Freisetzungen unterbleiben oder kompensiert werden. Dekarbonisierung ist ein zentrales Mittel des Klimaschutzes sowie einer der Hauptpfeiler der Energiewende. Ziel ist die CO2-Neutralität der Wirtschaft.

Deforestation
Entwaldung ist die Umwandlung von Waldflächen hin zu anderen Landnutzungsformen. Das bestehende Wald-Ökosystem wird dabei durch ein anderes Ökosystem ersetzt. Dabei gehen häufig Lebensräume der ursprünglich dort lebenden Arten verloren. Die Veränderung der Artenvielfalt ist von der neuen Nutzungsform abhängig.

Desertifikation
Vermehrte Wüstenbildung in Gebieten mit relativ trockenem Klima die natürlichen Ressourcen als Folge einer zu intensiven Nutzung durch den Menschen beeinträchtigt oder zerstört werden.

Erderwärmung/ Globale Erwärmung
Als globale Erwärmung bezeichnet man den Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere seit der Industrialisierung in den letzten 150 Jahren.

Emissionsrechtehandel
Der Emissionsrechtehandel, kurz Emissionshandel oder auch Handel mit Emissionszertifikaten, ist ein Instrument der Umweltpolitik mit dem Ziel, Schadstoffemissionen mit möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten zu verringern. In der Europäischen Union wurde der EU-Emissionshandel für Kohlenstoffdioxidemission 2005 gesetzlich eingeführt.

Erneuerbare Energien
Als erneuerbare Energien (auch großgeschrieben: Erneuerbare Energien) oder regenerative Energien werden Energieträger bezeichnet, die im Rahmen des menschlichen Zeithorizonts praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Damit grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die endlich sind oder sich erst über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren. Erneuerbare Energiequellen gelten, neben höherer Energieeffizienz, als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik (englisch sustainable energy) und der Energiewende. Zu ihnen zählen Bioenergie (Biomasse), Geothermie, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie und Windenergie. Die bei weitem wichtigste Energiequelle ist die Sonne.

Energiewende
Als Energiewende wird der Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien bezeichnet. Ziel der Energiewende ist es, die von der konventionellen Energiewirtschaft verursachten ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren und die dabei anfallenden, bisher im Energiemarkt kaum eingepreisten, externen Kosten vollständig zu internalisieren. Die Energiewende umfasst die drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität, ferner auch die perspektivische Abkehr von den fossilen Rohstoffen, bei deren stofflicher Nutzung etwa in der Kunststoff- oder Düngerproduktion.

FCKW
Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) sind eine umfangreiche chemische Gruppe niedermolekularer organischer Verbindungen, die als Treibgase, Kältemittel oder Lösemittel verwendet werden. FCKW sind sehr beständig, unbrennbar, geruchlos, durchsichtig (farblos) und sind oft ungiftig oder haben nur eine geringe Toxizität. Sie haben wegen ihrer Reaktionsträgheit eine hohe Verweildauer in der Atmosphäre. Sie steigen deshalb bis in die Stratosphäre auf und werden dort von den UV-Strahlen zerlegt. Dabei werden Chlor- bzw. Fluor-Radikale freigesetzt, welche mit dem Ozon der Ozonschicht reagieren und dieses schädigen.

Fossile Energie
Fossile Energie wird aus Brennstoffen gewonnen, die in geologischer Vorzeit aus Abbauprodukten von toten Pflanzen und Tieren entstanden sind. Dazu gehören Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl. Man nennt diese Energiequellen fossile Energiequellen oder fossile Brennstoff. Dagegen wird Biomasse aus Holz und weiteren neuzeitlichen organischen Abfällen und Überresten gewonnen.

Geothermie
Geothermie bezeichnet einerseits die Untersuchung der thermischen Situation als auch die  Nutzung der Erdwärme.

Gletscherschmelze
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist nahezu weltweit ein deutlicher Rückgang der Gletscher zu beobachten. Dieser Vorgang wird Gletscherschwund oder Gletscherschmelze genannt. Gemeint ist damit ein längerfristiger Massenverlust der Gletscher und nicht die in Gebirgen und Hochlagen alljährlich im Frühling einsetzende Schneeschmelze, auch nicht grundsätzlich das Schmelzen im Zehrgebiet.

Greenwashing oder Grenzen des Wachstums
Greenwashing ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen. Die “Grenzen des Wachstums” ist eine Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft. Ausgangspunkt der Studie war zu zeigen, dass  aktuelles individuelles lokales Handeln aller Menschen globale Auswirkungen hat.

Hitzewelle
Unter Hitzewelle versteht man in Meteorologie und Klimatologie eine ungewöhnlich lange Phase aufeinander folgender ungewöhnlich heißer Tage. Etwas abgeschwächt spricht man auch von Wärmewelle für Phasen abnorm hoher Temperaturen.

 

 

IPCC (Weltklimarat)
Der Intergovernmental Panel on Climate Change (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen), im Deutschen oft als „Weltklimarat“ bezeichnet, wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen, um für politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen, ohne dabei Handlungsempfehlungen zu geben.

Ikone des Klimawandels
Der Eisbär wurde seit jeher mit dem Klimawandel identifiziert und gilt daher als Ikone des Klimawandels. Doch mittlerweile haben sich die Menschen schon an ihm satt gesehen.

Industrialisierung
Industrialisierung bezeichnet allgemein die Einführung und Verbreitung industriell-mechanischer Formen der Produktion und Distribution (Vertrieb) von Waren und Dienstleistungen. Die Industrialisierung begann in England während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Jahresmitteltemperatur
Die Jahresmitteltemperatur eines Ortes, auch als Jahresdurchschnittstemperatur bezeichnet, wird aus dem Durchschnitt der zwölf Monatsmitteltemperaturen errechnet.

 

 

Klimakonferenz & Kyoto-Protokoll
Die UN-Klimakonferenz (auch (Welt-)Klimagipfel oder Welt-Klimakonferenz) ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. Seit 2005 ist die Konferenz um das Treffen der Mitglieder des Kyoto-Protokolls ergänzt worden.
Im Mittelpunkt der Klimakonferenzen stand lange Zeit, ein Nachfolgeprotokoll für das 2012 auslaufende Kyōto-Protokoll zu entwickeln. Dies ist bislang das einzige völkerrechtlich verbindliche Instrument der Klimaschutzpolitik. Im Kyōto-Protokoll selbst sind nur vergleichsweise geringe Verpflichtungen der Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen festgeschrieben. Auf der UN-Klimakonferenz in Durban wurde beschlossen, dass das Kyōto-Protokoll zunächst ab 1. Januar 2013 mit einer zweiten Verpflichtungsperiode verlängert werden soll, Reduktionsziele und Dauer der zweiten Verpflichtungsperiode wurden auf der 18. UN-Klimakonferenz in Katar 2012 festgelegt.
Eine globale Post-Kyoto-Regelung, an die viele nach dem Scheitern der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 nicht mehr glaubten, wurde auf der 21. UN-Klimakonferenz in Paris beschlossen. Der Vertrag trat am 4. November 2016 in Kraft.

Klimarahmenkonvention
Die Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) ist das internationale, multilaterale Klimaschutzabkommen der Vereinten Nationen. Ihr Ziel ist es, eine gefährliche anthropogene – also eine vom Menschen verursachte – Störung des Klimasystems zu verhindern. Die UNFCCC wurde 1992 im Rahmen der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro ins Leben gerufen und trat zwei Jahre später in Kraft. Mittlerweile haben 195 Staaten die UNFCCC ratifiziert und damit nahezu alle Staaten der Welt. Mit der Klimarahmenkonvention haben sich die Staaten nicht nur darauf geeinigt eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems zu verhindern, sondern auch eine entsprechende Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen zu erreichen.

Larsen-Schelfeis
Das Larsen-Schelfeis ist ein langgezogenes Eisschelf im westlichen Teil des Weddell-Meeres, das sich an der Ostküste der Antarktischen Halbinsel entlang zieht. Am 12. Juli 2017 brach ein etwa 5.800 km² großes Stück des Larsen-C-Schelfs ab und verkleinerte dessen Fläche um etwa 12 %. Es zählt zu den größten bisher beobachteten Eisbergen. Nach dem Abbruch droht durch die Destabilisierung die Auflösung von Larsen C.

Methan
Methan (CH4) ist das zweitwichtigste Treibhausgas, das bis zu 16% zur Erderwärmung beiträgt. Das farblose und brennbare Gas ist Hauptbestandteil von Erdgas. Auch gibt es gebundene Methanvorkommen am Meeresboden. Weiterhin entsteht das Gas in beachtlichen Mengen durch biologische Prozesse (Viehhaltung).

Meeresspiegel
Der Meeresspiegel ist das Höhenniveau der Meeresoberfläche. Seit etwa 1880 kam es zu einem messbaren Meeresspiegelanstieg und es wird angenommen, dass er sich in Zukunft beschleunigen wird. Ursachen für den Anstieg sind abtauende Gletscher sowie die thermale Ausdehnung des Meerwassers. Auswertungen von Pegelmessungen haben ergeben, dass der Meeresspiegel im globalen Mittel im Verlauf des 20. Jahrhunderts um 17 cm angestiegen ist. Die Anstiegsrate hat sich dabei seit den 1990er Jahren stark beschleunigt und beträgt gegenwärtig 3,2 mm/Jahr. Von einem langfristigen Anstieg wären besonders tief liegende Küstengebiete und -städte sowie Inseln betroffen.

Natürliche CO2 Speicher
Der Großteil anthropogenen Emissionen steigen in die Atmosphäre auf, aber auch natürliche CO2-Speicher (Senken) nehmen Millionen Tonnen an CO2 auf. Zu den wichtigsten “Senken” zählen Wälder und organische Böden (vom Moor bis zum Dauergrünland).

Natürlicher Treibhauseffekt
CO2 (Kohlendioxid), Wasserdampf und andere kleinere Mengen an Gase hüllen die Erde schützend ein. Diese Hülle nimmt die Sonneneinstrahlung auf und wirft sie gleichzeitig ab. Wie in einem Treibhaus bleibt die Wärme in der Atmosphäre, wodurch eine durchschnittliche Temperatur von 15°C gegeben ist. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt würde die Temperatur bei -18°C liegen und ein Leben auf der Erde nicht möglich sein.

Nicht-erneuerbare Energiequellen
Nicht-erneuerbare Rohstoffe sind Stoffe, deren Entstehung sich nicht in menschlichen, sondern in geologischen oder astronomischen Zeiträumen vollzieht. Jede Verwendung solcher Rohstoffe, die nicht durch Recycling rückgängig gemacht werden kann, widerspricht dem Prinzip einer ökologischen Nachhaltigkeit. Dazu zählen: Gesteine, Salze, Metallische Rohstoffe, Fossile Rohstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas).

Ozon
Ozon (O3) ist ein farbloses und sehr giftiges Gas. Es kommt zu 10% am Boden (Bodennahes Ozon) und zu 90% in der Atmosphäre in einer Höhe von 10-50 km vor. In dieser Hülle bildet es eine Schutzschicht, welche vor den UV-Strahlen (ultravioletten) der Sonne schützt. Treibhausgase wie FCKW lösen die Ozon Verbindung auf, wodurch ein Ozonloch entsteht, welches die UV-Strahlung vermehrt durch lässt. Im Sommer steigen besonders im unteren Bereich der Atmosphäre die Ozonwerte an. Durch Luftverschmutzungen kann zusätzliches Ozon entstehen, welches für den Menschen schädlich ist (Atemwegsbeschwerden, Husten, Kopfschmerzen, tränende Augen,…). Daher wird in den Sommermonaten oft eine Ozonwarnung über die Medien vermittelt.

Primärenergie
Als Primärenergie wird die Energie bezeichnet, die in der ursprünglich vorkommenden Energieform oder Energiequelle zur Verfügung steht (Brennstoff wie Kohle, Erdgas, Energieträger wie Sonne, Wind…). Primärenergie wird durch einen Umwandlungsprozess, der mit Verlusten verbunden ist in Sekundärenergie umgewandelt und somit für den Verbraucher nutzbar. Bsp: Primärenergie Holzscheit, Umwandlung mittels Verbrennung in Sekundärenergie (Wärme im Zimmer), Verluste: Wasserdampf, Asche,…

Photovoltaik
Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie (Sonnenlicht) in elektrische Energie mittels Solarzellen.

Permafrost
Von Permafrost spricht man, wenn ein Boden im Untergrund mindestens über zwei Jahre gefroren bleibt. Man unterscheidet zwei Arten von Permafrost: den häufig kontinuierlich (flächig) auftretenden Permafrost der hohen Breiten (Arktis, Antarktis) und den oft nur einige Meter und diskontinuierlich (fleckig) auftretenden Permafrost des Hochgebirges. Auf der Nordhalbkugel weisen etwa 25% der Landmassen Permafrost auf. Verteilung und Veränderung von Permafrost werden durch die klimatischen Bedingungen bestimmt. Geringe Veränderungen führen zu deutlichen Änderungen der Permafrost Bedingungen (Gletscherschmelze,…).

Paläoklimatologie
Die Paläoklimatologie beschäftigt sich mit der Geschichte des Klimas. Wissenschaftler untersuchen die Ursachen für Eiszeiten, Klimaveränderungen und das Wetter im Laufe der Erdgeschichte. Aufgrund dieser Daten ist es auch möglich eine Vorhersage für die Klimaentwicklung zu machen. Forscher haben herausgefunden, dass es seit Bestehen der Erde sieben Eiszeitalter gibt (Eiszeit = große Bereiche des Nord- und Südpols vereist). Wir leben heute im siebten Eiszeitalter in der sogenannten Warmzeit. Die Eiszeit des siebten Eiszeitalters war während der Steinzeit.

Pariser Klimaabkommen
Das Übereinkommen von Paris ist eine Vereinbarung der 195 Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes in Nachfolge des Kyoto-Protokolls. Das Übereinkommen wurde am 12. Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet und sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C gegenüber vorindustriellen Werten vor.

Quellwolken
Kumuluswolken gehören zur Gattung der Quellwolken. Sie erscheinen am Himmel als Haufen. Ihre unteren Schichten sind glatt und grau und die darüber liegende Wolkendecke türmt sich zu strahlend weißen Kuppeln auf. Sie bilden sich in kurzer Zeit, wenn warme Luft rasch vom Boden himmelwärts zieht und schnell wieder abkühlt.

 

Radikale
Treffen ein Sauerstoffatom (O) und Ozonmolekül (O3) aufeinander so rekombinieren sie sich zu zwei Sauerstoffmolekülen (2x O2). Die Ozon-Gesamtmenge regelt sich zwischen Produktion durch Sonneneinstrahlung und Zerfall durch Rekombination (O + O3 = 2 x O2). Freie Radikale sind natürlich in der Stratosphäre oder in anthropogenen Produkten (FCKW) enthalten, welche die Rekombination von Ozon ankurbeln. Dies kann beitragen zur Entstehung des Ozonlochs.

Rebound-Effekt
Effizienzsteigerungen senken oft die Kosten für Produkte oder Dienstleistungen. Dies kann dazu führen, dass sich das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer ändert: Sie verbrauchen mehr – die ursprünglichen Einsparungen werden teilweise wieder aufgehoben. Dieser Effekt wird Rebound genannt.

Regenwald Abholzung
Der tropische Regenwald – die grüne Lunge der Erde. wegen massiver Vernichtung großer Waldflächen ist der Regenwald stark bedroht. Dies hat nicht nur verheerende Folgen für seine Bewohner, sondern auch für das gesamte Erdklima. Pflanzen wandeln CO2 in Sauerstoff um. Durch Regenwaldzerstörung kann weniger CO2 abgebaut werden. Die Abgase steigen in die Atmosphäre und verhindern, dass Wärme von der Erde ins All abgestrahlt werden kann.

Solarthermie
Unter Solarthermie versteht man die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare thermische  Energie (Wärmeenergie). Die Wärmeenergie wird in der Gebäudetechnik nutzbar gemacht oder in thermischen Solarkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt. Die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom als wird Photovoltaik bezeichnet.


Stickstoff
Stickstoff ist ein wichtiges Element des Lebens: es steckt im Chlorophyll von Pflanzen und unsere Erdatmosphäre besteht aus 80% Stickstoff. Bakterien wandeln diesen Stoff mit Hilfe von Sauerstoff in Nitrat um, welcher als Nährstoff für Pflanzen fungiert. Jedoch: Stickoxide in Verbindung mit Gasen wie Schwefeloxide (entsteht bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen) können sauren Regen verursachen, wodurch Pflanzen, Süßwasser und Häuser schaden davon tragen.

Schelfeis
Als Schelfeis oder Eisschelf bezeichnet man eine große Eisplatte, die auf dem Meer schwimmt und von Gletscher, Eisströmen oder Eiskappen gespeist wird (und mit diesen verbunden ist). Von Schelfeis spricht man, wenn die Platte mindestens zwei Meter über den Meeresspiegel ragt. In der Regel ist Schelfeis zwischen 200 und 1000 Meter dick. Kennzeichnend für Schelfeis ist, dass am äußersten Rand immer wieder Eisberge abbrechen (Kalben). Die Stabilität und der Massenhaushalt des Schelfeises sind bedeutsam für den Anstieg des Meeresspiegels. Das Schmelzen von schwimmenden Eis wirkt sich selbst nicht auf die Höhe des Meeresspiegels aus. Löst sich jedoch Schelfeis vom Festland so kann dies einen Anstieg bewirken.

Smog
Smog = smoke + fog, zu deutsch Rauch und Nebel. Smog ist eine Dunstschicht der Umweltschadstoffe enthält. Schwefeldioxide und Autoabgase verschmutzen die Luft vor allem in Großstädten mit viel Verkehr.

Sustainable Development Goals
zu deutsch: Ziele für nachhaltige Entwicklung sind politische Zielsetzungen der UN (Vereinten Nationen), die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklungen auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen.

Treibhausgase
Treibhausgase wie CO2 (Kohlendioxid), CH4 (Methan), N2O (Stickstoffdioxid), Lachgas und FKW (Fluorkohlenwasserstoffe) verstärken den Treibhauseffekt.

Tropennächte
Eine Tropennacht ist eine Nacht, in der im Zeitraum zwischen 18 und 6 Uhr die Temperatur nicht unter 20°C fällt. Im deutschsprachigen Raum Europas gibt es im Durchschnitt nur wenige Tropennächte pro Jahr (langjähriges Mittel von 4,5 Tropennächten). In der Innenstadt von Wien werden 15 Tropennächte pro Jahr registriert. Im Juli 2006 wurde in Wien ein Rekord von 16 Tropennächten gezählt.

Treibhauseffekt
Die Erde wird schützend von diversen Stoffen (CO2, Wasserdampf,…) “eingehüllt”. Durch diese Hülle kann ein Teil der Sonneneinstrahlung durch, um die Erde zu erwärmen. Wie in einem Treibhaus bleibt ein Teil der Wärme der Sonnenstrahlen erhalten, um eine durchschnittliche Temperatur von 15°C zu erreichen (ohne Hülle wären es ca. -18°). Aufgrund der anthropogenen (vom Menschen erzeugt) Treibhausgase steigt der Anteil der Gase, wodurch weniger Wärme der Sonnenstrahlen abgegeben werden kann und wie in einem Treibhaus die Erde sich immer mehr erwärmt. Die durchschnittliche Temperatur erhöht sich, wodurch das natürliche Gleichgewicht auseinander gebracht wird und eine Folge von Entwicklungen mit sich bringt (steigender Meeresspiegel, Überschwemmungen, Wetterextremen, Hitzewellen, Trockenheit,…).

UV-Strahlen
UV (ultraviolette)- Strahlung ist im Sonnenlicht enthalten. Sie kann für die menschliche Haut schädigend sein und Hautkrebs verursachen. Ein Großteil der UV-Strahlung wird von der Ozonschicht, welche die Erde umhüllt, ab/aufgefangen. Durch Treibhausgase wie FCKW entstehen Ozonlöcher, durch welche die UV-Strahlung ungehindert durch kann.

UN-Nachhaltigkeitsagenda
Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung für alle Menschen auf diesem Planeten- dass diese beiden Ziele unauflöslich zusammen gehören, haben die UN-Mitgliedsstaaten im September in New York in einer Agenda formuliert.

Versauerung
Als Versauerung wird die Abnahme des pH-Wertes bezeichnet. Die Versauerung der Meere wird verursacht durch die Aufnahme von anthropogen entstandenen CO2 aus der Erdatmosphäre. Dieser Vorgang ist neben der globalen Erwärmung eine Hauptfolge der menschlichen Emissionen. Das Meerwasser wird dadurch leicht basisch, was dem kalkhaltigem Plankton schade, welches die Basis der Nahrungskette in den Ozeanen bildet, wovon zahlreiche andere Meeresbewohner abhängen.

Wetterextreme
Wetterextreme sind Wetterlagen, die in ihrem Verlauf deutlich vom Durchschnitt abweichen. Als Basis dient eine “Normalperiode” als Maß der Ausnahmeerscheinung der Jährlichkeit von Wetterelementen und anderer Wirkungsfaktoren. Als regionale Folgen des Klimawandels werden Extremereignisse wie Hitzeperioden, Starkniederschläge, Hochwasserereignisse, Stürme und Sturmfluten gesehen.

Zertifikatehandel
Der Emissionshandel oder Handel mit Emissionszertifikaten ist ein Instrument der Umweltpolitik mit dem Ziel, Schadstoffemissionen mit möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten zu verringern. In der EU wurde der EU-Emissionshandel für Kohlenstoffdioxidemission 2005 gesetzlich eingeführt. Dazu wurde die Obergrenze für Emissionen je Gebiet und Akteur festgelegt und dementsprechend die Zertifikate ausgegeben. Durch den Handel (Verkauf der Zertifikate) und den Anreiz, dadurch Emissionen zu reduzieren, soll sich der Emissionszertifikatemarkt selbst regeln. Freie Zertifikate werden vom Markt genommen.

Zwei-Grad-Ziel
Das Ziel, die Erderwärmung nicht über 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau steigen zu lassen, ist eine politische Festsetzung. Man geht davon aus, dass bis zu dieser Erwärmung die Folgen des Klimawandels noch einigermaßen zu bewältigen sind. Eine höhere Erwärmung wird verstärkt zum Zusammenbruch ökologischer, ökonomischer und auch politischer Systeme führen.