Querdenker braucht die Welt

Manchmal braucht es Leute die ein bisschen anders denken, um etwas voran zu bringen. Nicolas Hulot ist so einer – als französischer Umweltminister kämpft er für strengere Umweltschutzmaßnahmen und damit nicht nur gegen die nationale Industrie sondern auch gegen die eigene Regierung.

Als Nicolas Hulot im Mai diesen Jahres sein Amt als französischer Umweltminister antrat, glaubten nur wenige an sein politisches Überleben. Der ehemalige Fernsehmoderator und Verkäufer eines biologischen Duschgels ist ein politischer Newcomer mit großen Zielen.

Dass in Frankreich ab 2040 nur noch Elektroautos verkauft werden dürfen, möchte er durchsetzen – etwas das in Deutschland bis dato noch nicht möglich war. Auch in anderen Bereichen will sich Hulot durchsetzen – ein Verbot des giftigen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat oder die Abschaffung der konventionellen Landwirtschaft sind nur zwei Beispiele seiner Agenda. Seine Methoden sind jedoch nicht unumstritten. Seine Stiftung wurde z.B. von einem Atomkraftriesen gesponsort, was einige Umweltaktivisten verschreckt hat. Nichtsdestotrotz ist Nicolas Hulot ist ein Mann der polarisiert und sich in Bonn an der 23. Klimakonferenz einsetzen möchte.

Politiker scheinen uns oft unnahbar und schwer verständlich. Nicolas Hulot wird hier als ein Mann des Volkes präsentiert, der versucht, sich gegen Politik Veteranen durchzusetzen. Diesem Artikel in der ZEIT gelingt es, Politik etwas greifbarer zu machen. Er gibt Einblick in die Herausforderungen mit denen sich die Politiker im Umweltbereich konfrontiert sehen. Auch Nicolas Hulot hat sicherlich keine weiße Weste, trotz allem ist es interessant, etwas über diesen Umweltminister der etwas anderen Art zu erfahren. Es bleibt spannend, was der französische Sturkopf in Zukunft noch alles bewegen kann.

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