Raus aus der Kohle – Rein in die Erneuerbare Energieversorgung

Während der UN-Klimakonferenz in Bonn gab es einige Demonstrationen gegen die Kohleindustrie – Österreich unterstützt diese Bewegung.

Österreich wurde auf der UN-Klimakonferenz unter anderem vom Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft, Andrä Rupprechter, vertreten. Dieser hat noch in Bonn angekündigt, dass das Kohlekraftwerk in Dürnrohr (Bez. Tulln) bis 2020 außer Betrieb genommen werden soll. Mit dieser Aussage schließt sich Österreich einem globalen Bündnis an und trägt einen Teil zum Stopp der Nutzung von Kohle als fossilen Energieträger bei. Problem hierbei ist nur, dass die Betreiber des österreichischen Kraftwerks, laut Medien, von dieser Entscheidung nicht Bescheid wussten und die Schließung erst für 2025 vorgesehen wäre.

Dieser Artikel offenbart sowohl die positive wie negative Seite der österreichischen Klimapolitik. Positiv ist das grundsätzliche Bestreben, einen Schritt in eine nachhaltigere Energieversorgung zu setzen. Als Schattenseite präsentiert sich allerdings die Konzeptlosigkeit, mit der in Österreich viel zu oft Umwelt- und Klimapolitik betrieben wird. Dass Entscheidungen wie eine Kraftwerksabschaltung ohne Abstimmung mit den Betreiber getroffen, aber vor allem kommuniziert werden, ist als deutliche Schwäche zu sehen und erschwert die Lösungsfindung von Beginn an. Gesagt ist nicht gleich getan, denn  es braucht viele kleine Schritte um etwas Großes zu Bewirken.

An dieser Stelle gilt es aber auch festzuhalten, dass es weder die alleinige Verantwortung der Politik, noch der Industrie ist, eine zukunftsfähige Energieversorgung auf die Beine zu stellen. Denn in Österreich wird noch immer ein Großteil der Energie von fossilen Energieträgern gedeckt. Und zwar zur Befriedigung unserer individuellen Bedürfnisse. Es liegt daher genauso an uns selbst, zu einer nachhaltigen und erneuerbaren Energieversorgung beizutragen und diese einzufordern.

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