Regrowing – Zimmerpflanzen aus Gemüseresten

Regrowing – Zimmerpflanzen aus Gemüseresten

Regrowing, ein cooles Wort für eine coole Sache! Regrowing bedeute „nachwachsen lassen“, also neue Pflanzen aus Obst- und Gemüsereste zu ziehen, anstatt sie wegzuwerfen. Aus einigen Gemüse- und Obstsorten kannst du sogar neue Früchte wachsen lassen, andere sind einfach nur schön anzusehen, eine Erweiterung zu deiner Zimmerpflanzenkollektion.

Wie das Regrowing funktioniert und welche Pflanzen sich am besten dazu eignen, erfährst du in diesem Blogpost.

Welche Pflanzen eignen sich für das Regrowing?

Im Prinzip kannst du dein Glück mit fast allen Obst- und Gemüsesorten versuchen, welche eine Sprossachse, oder Kerne aufweisen. Am besten geeignet sind jedoch Lauchgewächse, Karotten, Kartoffeln, Sellerie, Fenchel, Paprika, Avocados, Ananas, verschiedenste Kräuter, Porree, Ingwer und Süßkartoffeln.

Wie funktioniert es?

Lauchpflanzen, wie beispielsweise Zwiebel, Frühlingszwiebel oder Knoblauch, treiben bei Kontakt mit Sonnenlicht oder längerem herum liegen sehr schnell von selbst aus. Anders als bei Kartoffeln ist es zwar unbedenklich diese Triebe zu essen, es lassen sich jedoch auch sehr einfach neue Zwiebel- oder Knoblauchpflanzen daraus ziehen.
Dafür benötigst du ein Gefäß mit Wasser, worauf du deine ausgetriebene Knoblauchzehe oder Zwiebel so positionierst, dass nur der Wurzelrest mit dem Wasser in Berührung kommt. Stelle das Gefäß dann an einen sonnigen Platz und es wird sich schnell ein neues Wurzelsystem bilden. Nach einiger Zeit kannst du die Pflanze dann in Erde einsetzen.

Salatpflanzen wie Romanasalat, Kohl und Stangensellerie können auf die gleiche Art vermehrt werden. Es ist jedoch wichtig, dass nur das Endstück mit dem Wasser in Kontakt kommt, damit sie nicht schimmeln. Wenn sich die ersten Wurzeln gebildet haben, kannst du die Pflanze in einen Topf einsetzen.

Ähnlich funktioniert es bei Karotten. Schneide das Ende einer Karotte großzügig ab, es sollte noch etwas Grün daran hängen. Karotten bilden ihr Wurzelsystem am schnellsten aus, wenn sie in einem flachen Gefäß, wie beispielsweise einer Auflaufform liegen. Nach einigen Wochen kannst du sie dann in einen Topf einsetzen. Das regelmäßig nachwachsende Grün kannst du zum Verfeinern von Suppen, Salaten oder Smoothies verwenden.

Kartoffeln, welche bereits Triebe gebildet haben, sollten nicht mehr gegessen werden. Doch anstatt sie wegzuwerfen, kannst du ganz einfach deine eigene Kartoffelpflanze daraus ziehen. Grabe hierfür deine ausgetriebene Knolle in die Erde ein. Schon nach kurzer Zeit werden sich die ersten Sprossen an die Oberfläche kämpfen und du kannst dich über ihre Blätter freuen. Nach drei bis vier Monaten kannst du sogar die Knollen ernten. Wir empfehlen dir, die Kartoffeln entweder in einem eher großen Topf oder in deinem Garten anzupflanzen. Genauso funktioniert das auch bei Süßkartoffeln, wobei es hierbei auch reicht, einen Teil einer Süßkartoffel zu verwenden, vorausgesetzt es befinden sich einige Triebe an diesem Stück.

Ganz einfach funktioniert das Regrowing bei dem Paprika. Streue doch mal ein paar Paprikakerne auf etwas feuchte Erde. Mit etwas Geduld werden schon bald kleine grüne Pflänzchen sprießen. 🙂

Kräuter wie Basilikum kannst du auch ganz einfach vermehren, indem du die Triebspitzen in ein Glas Wasser stellst. Auch hier bilden sich schon nach kurzer Zeit Wurzeln, welche nach einigen Wochen in die Erde eingesetzt werden können. Der Basilikum freut sich über einen hellen Standort und sollte regelmäßig gegossen werden. Die Spitzen kannst du dann regelmäßig abschneiden und beispielsweise zum Kochen verwenden, oder weitere Basilikumpflanzen anbauen.

Auch Ingwer eignet sich gut für das Regrowing. Lege dafür einfach etwas Ingwer an einen möglichst hellen Ort und schon bald werden sich die ersten Triebe bilden. Nach einigen Wochen kannst du die Knolle dann in einen Topf mit Erde einsetzen. Bedecke sie am besten nur leicht mit Erde und befeuchte sie gut. Ein warmer, schattiger Ort ist gut geeignet für die Ingwerpflanze, vermeide direkte Sonne. Nach einigen Wochen sollten bereits die ersten Blattsprossen zu sehen sein.

Zwar ist die Ausbildung einer neuen Frucht beim Regrowing der Ananas mit etwas Glück und sehr viel Geduld verbunden, dennoch nicht unmöglich. Allenfalls kannst du aus den Resten deiner Ananas dein Zimmer begrünen. Die Ananas lässt sich über ihren Strunk vermehren, etwa 2-3cm Fruchtreste sollten noch daran hängen und die untersten Blätter entfernt werden. Stelle den Strunk dann in ein Glas Wasser an einen hellen Ort. Schon bald sollte sich ein Wurzelsystem ausbilden und du kannst deine Ananaspflanze in Erde einsetzen. Der Standort sollte hell sein, regelmäßiges Gießen nicht vergessen.

Vor allem die Avocado ist eine beliebte Zimmerpflanze, da sie sehr schnell wächst und schön aussieht. Das Züchten deiner Avocado Pflanze kannst du auf zwei verschiedene Arten probieren. Entweder, du bohrst zwei Zahnstocher in deinen Kern, wodurch du ihn über einem mit Wasser gefüllten Gefäß so positionieren kannst, dass nur das untere Ende des Kerns das Wasser berührt. Nach einigen Wochen, wenn sich genug Wurzeln gebildet haben, kannst du den Kern dann in Erde einsetzen. Es hat sich aber auch bereits bewährt, den Kern in Erde einzusetzen, ohne ihn zuvor vorzukeimen. Mit etwas Geduld sprießt auch auf diese Art nach einigen Wochen deine Avocado Pflanze. Die Avocado mag einen möglichst hellen, warmen Standort und sollte regelmäßig gegossen und besprüht werden.

Wir wünschen dir viel Glück und Spaß beim Regrowing!