Ausgezeichnet: Die österreichischen Klimaschutzpreise 2016

Während die Klimakonferenz in Marrakesch in vollem Gange war, passierte auch in Österreich etwas Entscheidendes in Sachen Klimaschutz: die Vergabe der Klimaschutzpreise.

Bereits zum neunten Mal in Folge wurden am 14. November 2016  die österreichischen Klimaschutzpreise in der Siemens City Vienna verliehen. In den fünf Kategorien Betriebe, Tägliches Leben, Gemeinden und Regionen, Unternehmen Energiewende und Landwirtschaft konnte man den heißbegehrten Sieg ergattern. Diese Preise werden jährlich vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft und dem ORF vergeben. Außerdem wirkt das Klimaschutzbündnis klimaaktiv mit. Bis 22. August 2016 konnten Projekte eingereicht werden, von denen dann je vier pro Kategorie von einer Fachjury ausgewählt wurden. Diese vier ausgewählten Projekte wurden dann im ORF-Magazin „heute konkret“ vorgestellt. Danach kamen die Zuseherinnen und Zuseher zum Zug mit einer Abstimmung. Daraufhin wurden die Jury- und Zuschauer-Stimmen zusammengezählt und das Projekt mit dem besten Ergebnis gewann in der jeweiligen Kategorie. Entscheidend für die Bewertung der Fachjury waren folgende Kriterien:

  • Wirksamkeit für den Klimaschutz: Welche klimarelevanten Auswirkungen hat das Projekt?
  • Vorbildwirkung und Potenzial: Ist der Lösungsansatz auf ähnliche Situationen oder Problemlagen in Österreich übertragbar? Wie breit kann das Projekt eingesetzt werden?
  • Kreativität und Innovationsgrad
  • Für einreichende Unternehmen zusätzlich:

Einbettung in Gesamtstrategie: Ist Klimaschutz/Energieeffizienz in der Unternehmensstrategie verankert? Welche Klimaschutzmaßnahmen wurden insgesamt bereits umgesetzt?

Das sind die Preisträgerinnen und Preisträger des Österreichischen Klimaschutzpreises 2016:

  • Der Labonca Biohof im steirischen Burgau in der Kategorie „Landwirtschaft
  • Die VBV-Vorsorgekasse AG aus Wien in der Kategorie „Betriebe
  • Ebenfalls aus Wien die oekostrom AG in der Kategorie „Tägliches Leben
  • Der Lösshof im niederösterreichischen Großriedenthal in der Kategorie „Gemeinden und Regionen
  • Und die hali betriebs GmbH aus Eferding in Oberösterreich in der Kategorie „Unternehmen Energiewende

Die Preisverleihung findet passend zur Thematik als Green Event statt. Das bedeutet, dass diese Veranstaltung nach den Kriterien des Umweltzeichens durchgeführt wird. Dazu zählen unter anderem Abfallvermeidung, Ressourcenschonung, sowie die Verwendung von biologischen und regionalen Lebensmitteln.  Für den österreichischen Umweltminister Andrä Rupprechter hat der Österreichische Klimaschutzpreis zum Ziel „Engagement vor den Vorhang zu holen und sie für ihre innovativen und ambitionierten Ideen auszuzeichnen. Dazu sollen möglichst viele Menschen motiviert werden, selbst aktiv zu werden“. Ähnlich sieht das der ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Laut ihm sollen durch den Österreichischen Klimaschutzpreis nicht nur „die besten Projekte ausgezeichnet werden, sondern vor allem möglichst viele Menschen zur Nachahmung angeregt werden“. Im ORF spielt die Nachhaltigkeit schon seit 2007 eine zentrale Rolle in der Unternehmensstrategie. Seien dies Aktionen, die Ö3 Team Österreich Tafel, die MUTTER ERDE Initiative oder auch Programmschwerpunkte. Ebenso wie die Preisverleihung des Österreichischen Klimaschutzpreises, wurde auch der Eurovision Song Contest 2015 erstmals als Green Event veranstaltet, so Wrabetz in einer Aussendung.

Auch für die Jugend gibt es einen Österreichischen Klimaschutzpreis, den im Jahr 2016 das Projekt „Solarhaus im Schulhof“ der Neuen Mittelschule Weißenbach/Enns gewonnen hat.  Für den Klimaschutzpreis Junior fungieren als Paten die Boyband iBros (bekannt aus „Hallo okidoki“), sowie der Ö3-Moderator Andi Knoll.

Credits Foto: ©ORF/Thomas Jantzen