Was das Waschen von Kleidung mit Mikroplastik zu tun hat.

Auf den ersten Blick sieht ein T-Shirt nicht gerade danach aus, als könnte es sich in kleine Plastikteile zerlegen, welche sich im Meer und letztendlich im Körper von Mensch und Tier ablagern. Jedoch gelangen laut einer Studie der britischen Plymouth University bei einer durchschnittlichen Wäsche zirka 138.000 Fasern aus Polyester-Baumwoll-Gemischen ins Abwasser. Bei reinem Polyester sind es sogar rund 496.000 Fasern.

Das Problem

Beim Waschen von Kleidung aus Kunststoffmaterialien brechen einzelne Fasern ab und gelangen so in das Abwasser. Da es aktuell technisch noch nicht möglich ist, dass weder Waschmaschinen noch Kläranlagen die abgebrochenen Mikroplastikpartikel herausfiltern, gelangen diese Partikel über Flüsse ins Meer. Dort lagern sie Giftstoffe an und bleiben für immer in der Umwelt. Fische und andere Meeresbewohner können diese winzigen Plastikpartikel nicht von ihrer eigentlichen Nahrung unterscheiden und nehmen diese zu sich. Durch die Nahrungskette gelangt das Plastik aus der Kleidung auf unsere Teller und letztendlich in unseren Körper. Genauso funktioniert es auch bei Klärschlamm: Wird dieser nicht verbrannt, sondern als Dünger auf die landwirtschaftlichen Felder ausgebracht, gelangt wiederum Mikroplastik über Flüsse ins Meer.

Bild (1): Ursprung des Mikroplastiks in den Meeren (Quelle: International Union for Conservation of Nature, 2017)

Wie stark die Belastung an Mikroplastik in den Meeren durch Fasern aus synthetischer Kleidung ist zeigt
Bild (1). 35% der winzigen Partikeln stammen aus T-Shirts, Pullover, Shorts oder anderen Klamotten.

Der Mensch nimmt im Durchschnitt pro Woche Mikroplastik im Gesamtgewicht einer Kreditkarte zu sich.

WWF

Die Lösung

Grundsätzlich gilt es beim Kauf von neuer Kleidung auf deren Materialzusammensetzungen zu achten. Nachfolgend ist ein kleiner Guide angeführt, mit dem du die Stoffe in der Kleidung besser zuordnen kannst.
Eine weitere Lösung ist die Verwendung von speziellen Waschbeuteln, die das Mikroplastik auffangen können. Hier eigenen sich zum Beispiel die Waschbeuteln von Guppyfriend.

Sie reduzieren den Abbruch der Fasern und machen die Kleidung somit länger tragbar. Außerdem hält der Waschbeutel die Plastikfasern zurück und erinnert daran Wasch- und vor allem Kaufverhalten zu verändern.

Diese Fasern sind in der Kleidung

Schlecht biologisch abbaubare Fasern
  • POLYESTER (PES): Trevira, Diolen, Polartec, Polarguard, Thermolite
  • POLYACRYL: Orlon, Dralon, Dolan
  • POLYAMID (PA): Nylon, Perlon, Antron, Tactel, Grilon, Dederon
  • POLYURETHAN (EL): Elasthan, Lycra, Dorlasten, Spandex
  • ACETAT: Kunstseide
Biologisch abbaubare Fasern
  • HALBSYNTHETISCHE FASERN: Viskose, Modal, Lyocell, Tencel
Sehr gut biologisch abbaubare Fasern
  • NATURFASERN: Baumwolle, Wolle, Hanf, Leinen, Seide

Wo kann man eine Guppyfriend kaufen?

im Handel: aktuell bei Hofer
im Onlineshop von: Dariadeh, Langbrett