Das war die COP22!

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Und wieder ist eine Weltklimakonferenz vorbei. Worum es in den letzten beiden Wochen gegangen ist und was die Verhandlungen gebracht haben, erfahrt ihr hier.

Wie wir bereits vor zwei Wochen vorhergesagt haben, wurde die Konferenz tatsächlich von den Nachrichten über die US-Präsidentschaftswahl überschattet. Donald Trump wurde zum neuen US-Präsidenten gewählt, und viele – befürchten, dass die Welt einen ähnlichen Stillstand erleben wird wie zwischen dem Kyoto Protokoll von 1997 und dem Amtsantritt Barack Obamas in 2008. Sie erwarten, dass die USA in weiteren Verhandlungen kaum teilnehmen oder sogar eine starke Gegenposition einnehmen wird.

Nichtsdestotrotz zeigt UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon Zuversicht und versichert, dass der Kampf gegen den Klimawandel unaufhaltbar ist. Immerhin haben am 4. November des letzten Jahres fast 200 Länder das Pariser Übereinkommen unterschrieben und über 100 Staaten (Stand 18. November: 111 Staaten) haben es bereits ratifiziert. Damit ist es bereits ein Jahr nach dem Abkommen – und vor Beginn der COP 22 – in Kraft getreten.

Die COP22 in Marrakesch brachte weniger starke Reaktionen hervor wie die COP21 in Paris. Das Hauptziel der diesjährigen Klimakonferenz war es jedoch, sicherzustellen, dass die Beschlüsse von Paris in die Praxis umgesetzt werden können. Die Länder sollten dazu animiert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft festzulegen und ihre nationalen Anpassungspläne zu entwickeln.

Ein wichtiger Teil davon ist, dass Industriestaaten den sogenannten Entwicklungsländern dabei helfen, ihre nationalen Klimaziele (NDCs) zu verwirklichen. Dies wird vor allem durch die Bereitstellung von Geld, Fachwissen und Technik erreicht. So wurde bei der diesjährigen COP vor allem an der Klimafinanzierung gefeilt: Die Online Version der Zeit berichtete, dass zu dieser neuen Klimapartnerschaft „bereits 19 Entwicklungs- und 14 Industrieländer sowie 9 internationale Organisationen und Entwicklungsbanken, darunter die USA, Kanada und Australien, Kolumbien, Vietnam und Uganda, die Europäische Kommission, die Weltbank und verschiedene Unterorganisationen der Vereinten Nationen“ gehören. Durch finanzielle Unterstützung helfen die Industrieländer den Schwellenländern damit ihre Klimaziele zu erreichen.

In zahlreichen Side-Events der Konferenz wurden auch andere Themen bearbeitet, etwa:

  • Anpassungsstrategien (“Adaption”)
  • durch den Klimawandel entstehende Schäden und Verluste (“Loss and Damage”)
  • Resilienz (die Widerstandskraft und Fähigkeit, in Konfrontation mit veränderten Klimabedingungen unsere Systemfunktionen aufrecht zu erhalten).

Zwar kam die COP 22 an medialer Berichterstattung nicht an die COP21 in Paris heran: Trotzdem war sie ein essentieller Schritt in der Implementierung des Pariser Abkommens und damit in wichtiger Schritt für die internationale Klimapolitik und den Klimaschutz.