Nachhaltigkeit in der Faschingszeit?

Es ist Faschingszeit! Und egal ob ihr euch verkleiden wollt, sogar eine Party schmeißt oder einfach gerne Faschingskrapfen esst; mit diesen Tipps könnt ihr die närrische Zeit möglichst umweltfreundlich gestalten.

Das Faschingskostüm

Herkömmliche, neu gekaufte Kostüme sind häufig aus 100% Polyester und von schlechter Qualität. Ganz zu schweigen von den Ressourcen, die für die Herstellung verbraucht und den Arbeitsbedingungen, unter denen diese Kleidungsstücke vermutlich hergestellt wurden. Wie auch sonst bei Kleidung gibt es hier auch einige umweltfreundlichere Varianten. Second-hand-Kostüme findet man zum Beispiel bei willhaben.at oder bei Carla im 21. Bezirk. Kauft man ein Kostüm second-hand, ist es außerdem wahrscheinlicher, ein wirklich einzigartiges Kostüm zu tragen. Oder hör‘ dich doch einfach mal im Freundes- oder Bekanntenkreis um, ob jemand einen Kostüm-Kleidertausch machen möchte. Wenn sich hier nichts Passendes findet, gibt es auch Kostümverleihe, zum Beispiel Leila in Wien. Natürlich kannst du dir dein Faschingskostüm auch selbst zusammenbasteln oder Dinge neu kombinieren, die du bereits zuhause hast. Möchtest du deine Liebe für den Klimaschutz auch zu Fasching zum Ausdruck bringen, kannst du dich zum Beispiel als KlimawissenschaftlerIn, Fridays-for-Future-AktivistIn oder als eine vom Aussterben bedrohte Tierart verkleiden.

Die Schminke

Konventionelle Faschingsschminke enthält häufig bedenkliche Stoffe. Im Jahr 2017 schnitten nur zwei von 12 von Öko-Test getesteten Faschings-Kinderschminken mit „gut“ ab. Die Hälfte der Schminkprodukte wurde als „ungenügend“ eingestuft und es wurden krebserregende sowie erbgutverändernde Stoffe gefunden. Die beiden gut bewerteten Kinderschminken waren „Joafrika Nature Fun 5 Schminkstifte“ und „Livos Vida Naurschminke“. (Quelle: Utopia.de) Aber auch andere Naturkosmetik-Marken bieten Faschingsschminke an. Bei Glitzer ist es ebenfalls wichtig, auf die Umweltfreundlichkeit zu achten, da dieses oft aus Mikroplastik besteht. Biologisch abbaubares Glitzer gibt’s zum Beispiel bei avocadostore.at.

Partytime!

Bei jeglicher Faschingsdeko gibt es mittlerweile nachhaltigere Alternativen: Luftballons aus Naturkautschuk, Konfetti aus Mais oder Luftschlangen aus Recyclingpapier. Natürlich ist es auch hier möglich, kreativ zu werden und die Deko einfach selbst zu basteln.

Auch die Verpflegung kann unter dem Motto biologisch, zero waste, vegan und/oder selbstgemacht stehen. Leckere vegane Faschingskrapfen findet man zum Beispiel bei Merkur oder Anker.

Und ein paar generelle Party-Tipps dürfen hier ebenfalls nicht fehlen: Getränke in Glasflaschen kaufen, Strohhalme weglassen und aus wiederverwendbaren Bechern trinken schont die Umwelt. Für Teller und Besteck gilt dasselbe, und Servietten gibt’s aus recycelten Materialien. Und auch wenn nach der Party vielleicht nicht die größte Aufräummotivation herrscht, sollte nicht auf die Mülltrennung vergessen werden.

Frohes Feiern!